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Stuttgart wieder mehr Attraktivität verleihen

© DEXINA GmbH
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Pioniergeist wach küssen und die Arbeitswelt als Lebenswelt verstehen: Mit dem Projekt „LIVE AT STUTTGART“ möchten Gründer Heiner Scholz und sein Team es „ermöglichen, in einem ganz anderen Raum kreativ Neues zu erschaffen“. Den Rahmen dafür stellt das ehemalige Leitz-Areal in der Nähe des Bahnhofs Feuerbach mit seinen rund 36.000 Quadratmeter Fläche.

Innovativ, kreativ und offen für alle Schaffenden, die sich hier verwirklichen wollen. Ob handwerklich, wissenschaftlich, künstlerisch oder akademisch – so will sich die Landeshauptstadt geben. „Viele Freunde und Bekannte haben mir zurückgemeldet, dass es in Stuttgart keine attraktive Base gibt, in der sich das alles vereinen lässt“, sagt Heiner Scholz. Anders ausgedrückt: Jeder soll schauen, wie und wo er „wurschteln“ kann. „Also haben wir beschlossen, dass wir den Pioniergeist in der Stadt wach küssen wollen.“ Denn die Ideen der Start-ups, Künstler und Maker brodeln. „Doch das Geld für teure Raummieten in Stuttgart sowie für Maschinen und Technologie fehlt“, was zur Folge hat, dass Ideen oftmals ausgebremst oder örtlich verlagert werden müssen, beispielsweise nach Berlin.
Aber Pioniergeist braucht Freiraum und gegenseitige Inspiration. Mit „LIVE AT STUTTGART“ wollen Scholz & Co. „eine Heimat für Start ups, einen Kreativitätspool für Unternehmen, einen Makers Market Place für die, die Einzigartiges produzieren, oder einen Proberaum für alle, die neue Dinge ausprobieren möchten, bieten“. Die Idee ist, nicht nur Start-ups, sondern auch Makern, Künstlern und Innovationsbereichen aus weltweit aktiven Unternehmen eine neue Heimat zu bieten, um sich gegenseitig voranzubringen. Das Leitz-Areal scheint mit seinen Möglichkeiten dafür wie geschaffen, zumal auch die politisch Verantwortlichen der Stadt daran interessiert sind, dass sich dort etwas tut. „Auch von dieser Seite werden wir unterstützt, das Areal zu entwickeln und zu betreiben“, schildert Gründer Scholz den aktuellen Stand.
Als großes Unterscheidungsmerkmal zu anderen Bases nennt Scholz, dass sie „nicht nur für Gründer da sein möchten, sondern auch für all diejenigen, die vielleicht erst gründen wollen“. Ob diese bereits eine (Geschäfts-)Idee haben oder nicht, ist zunächst unwichtig. Die Bandbreite kann also vom Volunteer bis hin zum Gründer mit der fertigen Idee reichen. Aktuell gibt es schon über 700 Menschen, die Teil dieser Community und auf dem siebenstöckigen Areal ansässig werden wollen. Das Verfahren sieht dabei verschiedene Mitgliedspässe vor, die es erlauben, die verschiedenen Bereiche auf dem Areal zu betreten und zu nutzen. Große Flexibilität ist dabei ein weiteres wichtiges Stichwort: Platz ist sowohl zeitlich als auch räumlich flexibel buchbar. „Beispielsweise gibt es auch Tagestickets ab 40,00 Euro oder das günstigste Monatsticket für 250,00 Euro“, erläutert Heiner Scholz dazu.
Werkstatt, Maschinenraum, Technologielabor, Logistikzentrum – alles kann geteilt und finanzielle Ressourcen sowie Räumlichkeiten gespart werden. Darüber hinaus möchte die Community aber auch den nächsten Schritt wagen, indem der aktive Vertrieb beziehungsweise Verkauf der Produkte auf dem hauseigenen Marktplatz realisiert werden kann.
„Um dieses einzigartige Ökosystem entstehen zu lassen, werden wir während des Baus und für den Betrieb des Areals die Menschen und Firmen, die Teil dieses Areals sind, als Lieferant allen anderen vorziehen“, bekräftigt Heiner Scholz den Gedanken von Messe und Markt. „Nur wenn wir uns gegenseitig unterstützen, wird dieser Ort von uns und für uns entstehen.“ Damit könnte ein Teil des Geldes auch in diesem Ökosystem zirkulieren.
Außerdem sind Features wie Schwimmbad, Stockwerksküchen mit immer vollen Kühlschränken oder auch Eltern- Kind-Büros fester Bestandteil der Idee, um die Arbeitswelt mit der Lebenswelt zu vereinen. Apropos Idee: „Erst wenn die Kreativen, die wir überall aus unserer Stadt vertrieben haben, wieder eine Heimat haben und wir diese Spinner, Idealisten, Tüftler, Erfinder, Künstler, Träumer, Handwerker und Maker mit den heute erfolgreichen Firmen verbinden, wird es uns gelingen, von Europa aus auf der Basis unserer Werte gemeinsam Bahnbrechendes und Zukunftsveränderndes zu erschaffen, so wie es damals Robert Bosch und Carl Benz gelungen ist“, meint Heiner Scholz.



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