KÖPFE AM KILLESBERG

Mit Äffle & Pferdle am Killesberg

Armin Lang
Armin Lang

Der Filmemacher Armin Lang durfte eine außergewöhnliche Kindheit erleben, denn er ist mit Äffle & Pferdle aufgewachsen. Bis heute widmet er sich den beiden Kultfiguren bei seiner Arbeit. Wie er trotz des schnelllebigen und zeitintensiven Filmgeschäfts in seiner Heimat ausspannen kann und warum der Killesberg an Lebensqualität gewonnen hat, erzählt er in unserem Interview.

mein.killesberg: Herr Lang, seit wann leben Sie hier und was hat Sie hierher gebracht?

Lang: Ganz einfach: der Umzug meiner Eltern auf den Killesberg.

mein.killesberg: Da geben Sie uns auch schon ein wichtiges Stichwort: Ihr Vater (Filmemacher Armin Lang Senior) ist der Erfinder der zwei berühmten Figuren „Äffle“ und „Pferdle“.

Lang: Ja, das ist richtig, er hat die beiden zu dem gemacht, was sie heute sind. Wir, die LANG-FILM Medienproduktion, führen das Unternehmen in der zweiten Generation fort. Äffle & Pferdle sind einfach zwei sympathische Schwaben mit Knitz und Humor, welche den Leuten auch gerne mal aufs „Maul“ schauen.

mein.killesberg: Selbst mich haben die beiden beim Vorabendfernsehen des damaligen Süddeutschen Rundfunks immer wieder begeistert. Welchen Bezug haben Sie zu den beiden?

Lang: Eigentlich kann man sagen, dass neben meinen zwei Schwestern die Figuren ein Teil der Familie geworden sind, die mich bisher mein ganzes Leben lang begleitet haben.

mein.killesberg: Wann sind Sie zum ersten Mal mit ihnen in Berührung gekommen?

Lang: Aufgewachsen bin ich mit den Zwei neben meinen Schwestern und unserem Hund – sozusagen von Beginn an als kleiner Bruder – wobei böse Zungen behaupten, mein Vater hätte das Äffle nach mir entworfen, da ich ein Jahr vor dem Äffle erschienen bin.

mein.killesberg: Kommen wir noch einmal zurück zum Killesberg. Was macht die Qualität des Stadtteils Ihrer Meinung nach aus?

Lang: Es gibt hier einerseits viel Grün und andererseits nicht die übliche urbane Hektik. Und ganz wichtig: Man trifft die Menschen hier noch auf der Straße.

mein.killesberg: Was machen Sie in Ihrer Freizeit, wenn Sie nicht gerade an einem Film arbeiten?

Lang: Zum Beispiel bin ich sehr gerne zum Mittagessen bei Da Maria oder jogge in dem nahe gelegenen Kräherwald. Zudem reisen meine Frau und ich sehr gerne, denn das erweitert den eigenen Horizont.

mein.killesberg: War Ihnen eigentlich durch die Filmtätigkeit Ihres Vaters die Film- und Medienproduktion sozusagen in die Wiege gelegt oder hatten Sie zunächst andere Pläne?

Lang: Nein, ich hatte tatsächlich zuerst andere Pläne. Ich wollte nicht in die für mich damals so wahrgenommene „verrückte“ Filmwelt. Da ging es ja bei den Produktionen immer Tag und Nacht und auch an den Wochenenden sehr geschäftig zu. Ich dagegen wollte meinem Sport nachgehen, Zeit für Freunde haben und lieber eine geregelte Arbeit am Schreibtisch ausüben. Und deshalb kam ich sozusagen erst auf dem zweiten Bildungsweg in die Filmbranche.

mein.killesberg: Was Sie, wie ich sehe, nicht bereut haben. Gibt es Ihrer Meinung nach markante Unterschiede zu früheren bzw. anderen Lebens- und Arbeitsstellen von Ihnen? Lang: Im Gegensatz zu meiner früheren gelernten Tätigkeit als Kaufmann ist die Welt des Films natürlich schon interessanter, aber auch schnelllebiger. Ich meine, wer zum Film möchte, sollte das unbedingt mit vollem Herzen, Hingabe und Überzeugung tun, denn im Filmgeschäft gibt es keine geregelten Arbeitszeiten und es ist sehr zeitintensiv.

mein.killesberg: Das riecht nach einem notwendigen Gegenpol. Wo tanken Sie auf?

Lang: Ja, der Killesbergpark ist schon sehr schön, jedoch gehe ich lieber in den nahe gelegenen Kräherwald – der ist noch etwas naturbelassener.

mein.killesberg: Gibt es eigentlich besondere Plätze oder Ecken am Killesberg, die Ihnen ans Herz gewachsen sind? Wenn ja, welche?

Lang: Eindeutig der Kriegsbergturm. An dem sind wir als Kinder immer herumgeklettert und auf der Wiese davor haben wir Fußball gespielt. Ansonsten, wie bereits erwähnt, gehe ich sehr gerne in meinem Lieblingslokal essen. Dort kann ich immer nette Leute treffen und mich gut unterhalten.

mein.killesberg: Wenn Sie die letzten Jahrzehnte am Killesberg Revue passieren lassen – was hat sich hier signifikant verändert?

Lang: Na ja, ich finde, durch den Abbau des Messegeländes und den Neubau der Wohnhäuser und der Killesberghöhe hat sich doch sehr viel entwickelt und das ganze Gebiet mit neuen Geschäften und neuen Lokalitäten dadurch auch mehr belebt. Kurz gesagt: Der Killesberg hat noch mehr an Lebensqualität gewonnen.

mein.killesberg: Das heißt, der „kleine Bruder“ von Äffle & Pferdle bleibt dem Stadtteil erhalten?

Lang: Ich hoffe doch, denn hier liegen meine Wurzeln.

mein.killesberg: Herr Lang, wir bedanken uns recht herzlich bei Ihnen für das angenehme Gespräch.



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