LERNTIPPS

Kann man das „Lernen“ eigentlich lernen?

Ob Schulprüfung oder Theorie für den Führerschein – wir lernen überhaupt nicht gut, wenn wir unter großem Stress stehen. Wer genug Zeit fürs Lernen einplant, auf einen gesunden Schlaf achtet und generell gut zu seinem Körper ist, Bewegung und Ernährung gehören dazu, lernt viel besser. Das gilt für Groß und Klein und das gilt natürlich auch für den Bereich der Prüfungen und des dazu gehörenden Lernens. Es gibt den Streber, es gibt denjenigen mit Mut zur Lücke oder auch diejenigen, die sich die wichtigsten Inhalte ganz klein mit Kugelschreiber auf die Haut schreiben – Lerntypen, die jeder kennt. Dabei gibt es einige Regeln, die dabei helfen, richtig zu lernen und damit letztlich auch gut für anstehende Prüfungen vorbereitet zu sein. „Zunächst einmal sollte man sich ideale Rahmenbedingungen für perfektes Lernen schaffen“, raten Experten von „scoyo ELTERN! Magazin“. Dazu gehört, einen Lernort mit wenig Ablenkung zu wählen, fit und ausgeschlafen zu sein und ohne knurrenden Magen zu lernen. Zudem sollten Ärger, Streit und Sorgen ausgeblendet werden. Wichtig ebenso: „Sie sollten sich einen motivierenden Lern- bzw. Arbeitsplatz wählen“, sagt Sabine Falch-Ultsch, die langjährige Erfahrung in der Kinderund Erwachsenenbildung hat. Die Inhaberin von „Falch-Ultsch Schulungen“ sagt weiter: „Der Arbeitsplatz sollte ruhig, mit angenehmer Raumtemperatur und ausreichend Licht versehen sein. Wichtig außerdem: alle Materialien griffbereit haben, etwas zum Trinken bereitstellen“. Erfolg mit Plan: „Strukturiertes Lernen mit Pausen“, nennt die Expertin als sinnvoll. Denn: „Das Gehirn kann nicht mit unendlich vielen Infos befüllt werden, also hilft eine gehirngerechte Zeiteinteilung“. Übrigens: Als gute Pausenbeschäftigung gilt Sport! Apropos Training: Beim Aufbereiten des Lernstoffes bilden sich Trampelpfade im Gehirn, die, wenn sie nicht genutzt werden, zuwuchern, haben Wissenschaftler herausgefunden. Der Stoff sollte also in regelmäßigen Abständen wiederholt werden. So bilden sich richtige Autobahnen im Gehirn. Wer etwas gern macht, hat höhere Erfolgsquoten. Also sollte man sich zum Lernen richtig motivieren – beispielsweise mit einem selbst formulierten Motto wie etwa „Jetzt gebe ich noch mal richtig Gas“. Dazu gehört auch, immer wieder Pausen einzulegen. „Und natürlich, sich selbst Belohnungen in Aussicht stellen“, sagt Lernexpertin Falch-Ultsch. „Jetzt lerne ich – dann gönne ich mir einen Kinofilm.“ Als ein Fünf-Punkte-Programm oder als Einmaleins des Lernens nennt Expertin Falch-Ultsch: Lernplan erstellen, Ziele setzen, Ablenkungen vermeiden, Selbstmotivation sowie die richtige Lerntechnik. Zu Letzterem gehören ihrer Meinung nach eigene Zusammenfassungen, Mindmaps; Lernkarten („am besten selbst geschrieben“), sich Eselsbrücken bauen, mit Aufgaben üben und Gelerntes überprüfen sowie gemachte Fehler bei Übungen analysieren, um sie in Zukunft zu vermeiden. „Diese braucht man dann sowieso nicht mehr, da man sich bis zur Fertigstellung schon intensiv mit der Materie beschäftigt hat“, macht Sabine Falch-Ultsch Mut und fasst drei Kernpunkte zusammen: „Eine gute Vorbereitung, Simulation von Prüfungen im Vorfeld sowie positives Denken“.


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