ERFAHRUNGEN

Breite Entwicklung des Individuums

© Syda Productions / Shutterstock.com
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Die Freie Waldorfschule am Kräherwald bildet eine besondere Lebensund Entwicklungsgemeinschaft: Nicht nur Kinder und Jugendliche lernen im Laufe ihrer Schulzeit, sondern auch Lehrer und Eltern wachsen an ihren Aufgaben, wie Sabine Romann – Waldorfmitarbeiterin und von Waldorfschulkindern – weiß. Unter diesen Merkmalen erfahren die Schüler hier einen gemeinsamen Weg durch die Schulzeit. Die Kinder erleben ihre Schulzeit in einer Klassengemeinschaft, die mindestens zehn Jahre zusammenbleibt. Ab der 11. Klasse erfolgen Differenzierungen nach Neigungen und Fähigkeiten. Dabei orientiert sich der Waldorflehrplan bis zur 12. Klasse an der Entwicklung der Schüler. Weiteres Merkmal ist, dass das Künstlerische die ganze Schule durchzieht. Das beinhaltet unter anderem folgende Bereiche: Malen und Zeichnen, Plastizieren, Kunstbetrachtung sowie die Theaterpädagogik, die an Waldorfschulen seit jeher erfolgreich praktiziert wird. In der Summe sind dies alles Punkte, die – ganz praktisch gesprochen – Sabine Romann begrüßt. Sie kann – ganz praxisbezogen – von zwei Seiten berichten, denn einerseits arbeitet sie für die Waldorfschule in der Öffentlichkeitsarbeit und andererseits hat sie als Mutter von drei Kindern an der Waldorfschule am Kräherwald Erfahrungen gesammelt. „Meine beiden erwachsenen Töchter (25 und 23 Jahre) besuchten bereits eine Waldorfschule und haben dort ihr Abitur beziehungsweise Fachabitur abgelegt. Dass meine achtjährige Tochter ebenfalls die Waldorfschule besuchen wird, war dann selbstverständlich.“ Zudem schätzt sie den Mehrwert für Familien an dieser Schule. „Die Persönlichkeitsbildung wird unter anderem durch Chor- und Orchesterarbeit sowie Theaterpädagogik gefördert“, ist sich Sabine Romann sicher. Im Laufe eines jeden Schuljahres werden hier fünf große Theaterprojekte (Schwerpunkt 8. und 12. Klasse) einstudiert. „Als Eltern werden wir sehr mit eingebunden, sodass ein bereicherndes Netzwerk entsteht.“ Viele Eltern von Waldorfschülern sprechen auch oft von einem Familiengefühl. „Weiterhin fühle ich mich durch die Schule in meiner kritischen Haltung gegenüber des zu frühen Einsatzes eines Smartphones unterstützt“, ergänzt sie. Vorurteile, dass Waldorfschüler mit dem Niveau an staatlichen Schulen nicht mithalten könnten, kann sie persönlich ganz eindeutig widerlegen. „Meine große Tochter hat ihr Abitur mit einem Schnitt von 1,8 abgeschlossen und studiert mittlerweile im Masterstudiengang. In meinem Freundes- und Bekanntenkreis finden sich viele beruflich erfolgreiche ehemalige Waldorfschüler. Sie sind für mich das ‚lebende Beispiel‘, dass die unterschiedlichen Schulen nichts mit unterschiedlichem Niveau zu tun haben.“ Um sich ein Bild, insbesondere von den künstlerisch pädagogischen Fertigkeiten zu machen, können sich Interessierte folgende Termine (alle mit freiem Eintritt) vormerken: Theaterprojekt der Klasse 8A am 15., 16. und 17. Juni, jeweils 20 Uhr im Festsaal; Offenes Schülervorspiel am 16. Juni um 16:00 Uhr im Bühnensaal; Sommerkonzert der Oberstufe am 28. Juni, 19:30 Uhr im Festsaal; Sommerkonzert der Mittelstufe am 29. Juni, 19:30 Uhr im Festsaal; Theaterprojekt der Klasse 11P am 20., 21. und 22. Juli, jeweils 20:00 Uhr im Festsaal.


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